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Schlafqualität

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Dauer des Nachtschlafes ist für die Tagesform entscheidend. Das mögen viele Menschen denken, doch vergessen sie dabei die Bedeutung der Schlafqualität. Und wer hat das nicht schon erlebt: Trotz 8 oder sogar mehr Stunden Schlaf ist man am nächsten Tag noch müde und alles andere als fit. Manchmal schlafen wir nur vergleichsweise kurz und sind trotzdem ausgeruht.

US-amerikanische Wissenschaftler haben das Phänomen experimentell untersucht. Dazu holten Forscher der Johns Hopkins University in Baltimore 62 Freiwillige ins Schlaflabor. Alle waren gesunde Männer und Frauen ohne Schlafprobleme. Die Probanden wurden in 3 etwa gleich große Gruppen geteilt, die jeweils unter verschiedenen Bedingungen schliefen. Die Versuchsteilnehmer einer Gruppe konnten völlig ungestört schlafen, während die Menschen der zweiten Gruppe achtmal in der Nacht geweckt wurden. Die Freiwilligen der dritten Gruppe wurden von den Forschern vor dem Einschlafen lange wach gehalten (Schlafentzug). Am folgenden Morgen machten die Probanden in Fragebögen Angaben zu ihrem Befinden.

Dabei zeigte sich, dass die Kurzschläfer ausgeruhter waren als die Langschläfer, die dauernd gestört wurden. Daraus folgert der Studienleiter des Versuchs, Prof. Dr. Patrick Finan, dass ein kurzer, tiefer Schlaf wirkungsvoller ist als eine lange, unruhige Nachtruhe. Der Psychiater hat auch eine Erklärung für den Befund. Wenn die Ruhezeit praktisch nur aus kurzen Nickerchen besteht, durchlebt ein Mensch nicht alle Phasen eines normalen Schlafes, der für die optimale Erholung notwendig ist. Insbesondere das Quantum an Tiefschlaf ist bei Unterbrechungen der Nachtruhe zu gering.

Prof. Finan und seine Kollegen veröffentlichten ihre Studien-Ergebnisse im Fach-Magazin SLEEP 2015, Band 38, Nr. 11.

Letztmalig bearbeitet am: 08. Mai 2016