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Mögliche Ursachen eines Restless-Leg-Syndrom (RLS)

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Das Restless Legs Syndrom (RLS) ist gekennzeichnet durch ziehende, reißende oder auch kribbelnde Empfindungen der unteren Extremitäten (in sehr seltenen Fällen auch der Arme).

Dies ist besonders in der Nacht zu beobachten, wenn der Körper eigentlich der Ruhe und Erholung bedarf. Die Symptome des RLS werden durch (z.T. unkontrollierte) Bewegungen der Beine gelindert oder vollständig beseitigt, weshalb der Organismus nicht die Entspannung findet, die er benötigt.

Die Ursachen für das RLS sind noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass ca. fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung unter dem Syndrom leiden, wobei es in gut zwei Prozent zu Beschwerden kommt, die einer Behandlung bedürfen. Generell sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männer.

Vermutet wird eine Störung im Dopamin-Stoffwechsel, wodurch die Übertragung von bestimmten Nervensignalen ungesteuert bzw. unkontrolliert abläuft. Folgen sind eine Überreaktion oder eine verstärkte Erregung bestimmter Nerven. Das Hormon Dopamin ist u.a. verantwortlich dafür, dass Bewegungen des Körpers im Gehirn so koordiniert werden, dass sie zielgerichtet, exakt ausgeführt werden können („willentlich“ geschehen). Zudem wird es auch als „Glückshormon“ bezeichnet (Hormon-vermittelte Empfindungen wie z.B. Glück und Freude, aber auch Angst).

Mediziner unterscheiden zwei Formen des RLS. Bei der idiopathischen Variante lassen sich keine auslösenden Faktoren nachweisen, jedoch zeigt sich ein vermehrtes Auftreten im familiären Umfeld. Das idiopathische RLS ist genetisch bedingt und lässt sich in einigen Fällen über Generationen zurückverfolgen. Mehr als 50 Prozent aller Erkrankungsfälle werden dieser Form zugeordnet.

Das symptomatische RLS (auch sekundäre Form genannt) ist erworben und besitzt sehr unterschiedliche Ursachen bzw. auslösende Faktoren. Hierzu zählen Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus), Schilddrüsenfunktionsstörungen (Über- und Unterfunktion), die Eisenmangelanämie, die rheumatoide Arthritis, Morbus Parkinson, die Multiple Sklerose, die dialysepflichtige Niereninsuffizienz sowie der Eisen- oder Folsäuremangel. Weitere Auslöser können z.B. eine Schwangerschaft, der Alkoholabusus, die Polyneuropathie (Erkrankung des peripheren Nervensystems) oder auch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie z.B. Neuroleptika, Antihistaminika (gegen Allergien), Antiemetika (gegen Übelkeit, Erbrechen) sein. Daneben können der übermäßiger Genuss von Alkohol, Nikotin, Koffein oder Schokolade die Entstehung begünstigen.

Während die Behandlung des idiopathischen RLS hauptsächlich auf die Beseitigung der Beschwerden zielt (u.a. durch die Gabe von Dopamin-Antagonisten), steht beim symptomatischen RLS die Behandlung der Grunderkrankung bzw. des auslösenden Faktors im Vordergrund. Durch Absetzen der verursachenden Medikamente z.B. gibt sich das Beschwerdebild sehr rasch wieder.

Wenn das geklärt ist, bleiben eigentlich nur noch die Fälle, bei denen sich "nichts weiter" finden lässt. In solchen Fällen konnte ich mit einer bestimmten Schmerztherapie (siehe http://www.schmerztherapiezentrum.com) gute Erfolge erzielen. Dazu noch die richtigen Schüssler Salze und die Patienten schlafen wieder ruhig.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 22.3.2016 überarbeitet.