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Warum schlafe ich nicht ein? Ursachen der Schlaflosigkeit

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Schlaf dient der Regeneration des Körpers. Man versteht darunter einen regelmäßigen immer wiederkehrenden Ruhezustand mit verminderter Organfunktion, erniedrigter Körpertemperatur und stark herabgesetzten Energieverbrauch, wobei die Durchblutung des Gehirns gesteigert wird.

Schlafstörungen unterbrechen den Regenerationszyklus und können völlig verschiedene Ursachen haben.

Man unterscheidet dabei äußere, organische und psychologische Ursachen, die die Gesundheit schwer beeinträchtigen können.

Äußere Ursachen können Lichteinwirkung (z.B. Lichtreklame), Lärm, Wetterfühligkeit, körperliche Überanstrengung, Arzneimittelnebenwirkung (Appetitzügler, Antidepressiva), Entzugsbeschwerden (Alkohol, Nikotin u.a.), schlechte Schlafbedingungen, Schichtarbeit, Zeitverschiebung (Jetlag) oder Ortsveränderungen sein.

Zu den organischen Ursachen zählen Schmerzen aller Art, allgemeine Erkrankungen, Infektionen, Tumorerkrankungen, Fieber, Husten und Schnupfen, Asthmaanfälle, nächtliche Atemstillstände (Schlafapnoe) Durchblutungsstörungen, Lungen- und Lebererkrankungen, Schilddrüsenfehlfunktionen, Blasen- und Verdauungsstörungen, hohes Alter, Schwangerschaft und Stillzeit.

Psychologisch bedingte Ursachen wie zu hohe Stressbelastung durch Ärger, Aufregung oder Sorgen, die dauerhaft auf den Körper einwirken, können ein Alarmzeichen für Depressionen sein.

Auch die Sucht (z.B. Alkohol, Tabletten, Drogen) oder Neurosen bzw. Psychosen basieren auf psychologischen Ursachen. Mangelnde Konfliktbewältigung sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld kann dabei eine große Rolle spielen.

Die Schlaflosigkeit (Einschlafstörung bzw. Durchschlafprobleme) sind häufig die einzigen Hinweise, die auf eine Depression schließen lassen.

Wer an einer Schlafstörung leidet, der fühlt sich oft schlapp und erschöpft, ist müde, unkonzentriert und ist in seiner Lebensqualität stark eingeschränkt.

Der Mangel an Schlaf wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Die Leistungsfähigkeit ist deutlich gemindert, die visuelle und körperliche Wahrnehmung ist beeinträchtigt, die Organesysteme wie z.B. Nervensystem oder Herz-Kreislaufsystem sind geschwächt und es besteht ein erhöhtes Risiko für Krankheiten.

Schlafstörungen sollten in jedem Fall behandelt werden, weil ein dauerhafter Schlafentzug ein erhöhtes und ernst zu nehmendes Risiko eines Herzinfarktes, Schlaganfalles oder einer Immunschwäche bedeuten kann.

Letztmalig bearbeitet am: 22. April 2009

Weiterführende Artikel: Die klassische Therapie der Schlafstörungen - Alternative Schlafmittel und Therapien - Folgen von Schlaflosigkeit