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Folgen von Schlaflosigkeit

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Menschen die an Schlaflosigkeit leiden kennen das Problem: Sie wälzen sich nachts im Bett von links nach rechts und finden keine Ruhe. Das Einschlafen will nicht gelingen und das, obwohl man abends eigentlich müde ins Bett gegangen sind. Bei vielen stellt sich plötzlich ein Gedankenandrang ein, den sie sich gerne sparen würden.

Zum anderen gibt es Menschen, die zwar schnell einschlafen, aber dann in der Nacht erwachen und wieder Stunden benötigen, um wieder einzuschlafen. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: Tagsüber sind Sie müde, unkonzentriert und oft leicht reizbar.

Sie sollten sich verstärkt darum kümmern, um wieder zu einem gesunden Schlafrhythmus zu finden, denn als Autofahrer oder in der Arbeit gefährden Sie nicht nur Ihre eigene Gesundheit, sondern eventuell auch die Ihrer Mitmenschen. Warnendes Extrembeispiel ist die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: Der zuständige Ingenieur war schlicht übermüdet...

Folgen von Schlaflosigkeit

• Tagesmüdigkeit
• Reizbarkeit
• Konzentrationsstörungen
• verringerte Leistungsfähigkeit
• gesteigertes Risiko für Arbeits- und Autounfälle
• Magenbeschwerden
• Bluthochdruck
• Herz- und Kreislauf-Erkrankungen
• geschwächtes Immunsystem
• vorzeitige Alterserscheinungen und / oder verringerte Lebenserwartung

Die ersten fünf Symptome zeigen sich bereits nach der ersten schlafgestörten Nacht. Die weiteren Folgen einer Schlaflosigkeit zeigen sich, wenn diese länger andauert.

Dass Schlafmangel sich nachweislich negativ auf die Gesundheit auswirkt und Risikofaktor vieler, ernsthafter Erkrankungen ist, wurde in mehreren Studien gezeigt:

So zeigte eine japanische Untersuchung im Jahre 2008, dass Schlafmangel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Laut Studie kann eine Schlafdauer von weniger als siebeneinhalb Stunden pro Tag das Risiko solcher Krankheiten erhöhen, besonders, wenn deutlich weniger geschlafen wird oder zugleich Bluthochdruck besteht.

Schlafmangel schwächt nachweislich das Immunsystem, das für die Infekt-Abwehr ausreichend Schlaf braucht. Zudem steigt der Wert an Cortisol, einem Stresshormon, bei kurzfristigem Schlafentzug.

Immer wieder gibt es Studien, die die Schlafdauer mit der Lebenserwartung korrelieren. So haben japanische Forscher bereits 2004 festgestellt, dass sieben Stunden täglicher Schlaf zur höchsten Lebenserwartung führen. Mehr oder deutlich weniger Schlaf, senkt sie dagegen. Eine aktuellere Untersuchung aus dem Jahr 2010 des Penn State College of Medicine zeigte, dass Schlafmangel bei Männern mit einer geringeren Lebenserwartung korreliert. Bei den weiblichen Studienteilnehmern zeigte sich dieser Zusammenhang dagegen nicht. Doch führen Kritiker solcher Studien an, dass man diesen Zusammenhang noch nicht begründen konnte. So könne zum Beispiel bei Menschen, die nur fünf Stunden schlafen, Stress die Ursache für den kurzen Schlaf sein und ebenso die Lebenserwartung senken. Auch Langschläfer leiden möglicherweise nicht darunter, zu viel Zeit schlafend zu verbringen, sondern stattdessen an einer unentdeckten Krankheit, die auch der Grund für das lange Schlafen und einen frühen Tod sein kann.

Frauen können jedoch nicht aufatmen: Auch bei ihnen kann Schlafmangel zu ernsten Konsequenzen führen. Laut einer Studie, die an der Universität Warwick und dem University College London in 2009 mit 4600 Männern und Frauen durchgeführt wurde, erhöht sich bei Frauen, die weniger als sieben Stunden schlafen, das Risiko eines Herzinfarkts. Frauen, die sieben Stunden oder weniger schlafen, haben deutlich höhere Werte von Entzündungsmarkern (Interleukin-6) im Blut, die das Risiko einer Herzerkrankung zeigen. Bei Frauen, die regelmäßig fünf Stunden oder weniger schlafen, waren zudem Marker im Blut, die auf die mögliche Gefahr eines tödlichen Herzschlags hinweisen (c-Protein). Warum das Risiko bei Schlafmangel steigt und warum dies bei Männern nicht nachgewiesen werden konnte, ist noch nicht geklärt.

Auch unser Gewicht korreliert laut kanadischen Forschern mit der Schlafdauer. Hier sind laut der Studie sieben bis acht Stunden Schlaf optimal, um das Idealgewicht zu halten oder zu erreichen. Bei mehr oder weniger Schlaf ist die Wahrscheinlichkeit der Gewichtszunahme um bis zu 27% höher. Warum das so ist, wurde nicht gezeigt. Doch führt Schlafmangel kurzzeitig zu mehr Hungergefühl und könnte so die Gewichtszunahme begünstigen. Bei Schlafentzug steigt die Menge am Hormon Ghrelin, das uns Hunger verspüren lässt, während gleichzeitig weniger des Hormons Leptin vorhanden ist, das für das Sättigungsgefühl wichtig ist. Ob das tatsächlich der Grund für die höhere Zunahme ist, ist jedoch offen.

Der Schlaf ist die natürliche Regeneration des Menschen. Wer gesund und leistungsfähig bleiben will, tut gut daran, seine idealen Schlafgewohnheiten zu kennen und für ausreichend erholsamen Schlaf zu sorgen.

Um gut zu schlafen und seine optimale Schlafdauer auszunutzen, kann jeder etwas tun. Die richtige Matratze und das passende Bett können zur Schlafqualität viel beitragen. Das Schlafzimmer sollte ruhig, dunkel und eher kühl sein. Vor dem Schlafengehen sollte man keinen anstrengenden Sport mehr treiben. Entspannungsübungen dagegen können helfen, den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Sorgen gehören nicht mit ins Bett. Man kann sie notfalls einem Tagebuch oder Notizblock anvertrauen, um sie aus dem Kopf zu haben, bevor man sich zur Nacht bettet. Ein voller Magen sowie Alkoholkonsum können die Nachtruhe erheblich stören. Auf Kaffee am Abend und spätes Fernsehen sollte man am besten ebenfalls verzichten.

Zudem sollte man möglichst immer zur selben Zeit ins Bett gehen und aufstehen. Am Wochenende oder im Urlaub darf man jedoch ruhig ausschlafen, um ein Schlafdefizit abzubauen. Denn wer ein Schlafdefizit hat, hat laut Schlafforschern die Möglichkeit, es in einem zweiwöchigen Urlaub ohne Wecker wieder loszuwerden.

Bei Erschöpfung tagsüber kann ein kurzer Schlaf von weniger als 30 Minuten, zum Beispiel in der Mittagspause, eine wahre Wohltat sein und fit für den Nachmittag machen. Wer jedoch länger schläft, gerät bereits in die erste Tiefschlafphase und fühlt sich anschließend möglicherweise unausgeschlafen und schlapp.

Nach bisherigen Erkentnissen wirkt es sich allerdings nicht negativ aus, wenn man pro Nacht "nur" ein oder zwei Stunden Schlaf verpasst, meist holt man diesen in der darauffolgenden Nacht wieder nach.

Zahlreiche weitere Tipps finden Sie auch unter: Alternative Schlafmittel und Therapien.