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Bewährte Heilpflanzen bei Schlafstörungen: Baldrian, Lavendel und Melisse

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Etwa jeder dritte leidet zumindest zeitweise unter Einschlafstörung oder Durchschlafstörung. Schlafstörungen sind also kein seltenes Phänomen, von dem nur einzelne betroffen sind.

Trotzdem sind Schlafprobleme ein sehr ernstes Thema, weil sie die Gesundheit und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Aus Angst vor den negativen Folgen des fehlenden Schlafes greifen viele Menschen zu starken Schlaftabletten, die jedoch meist die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag verringern und außerdem schnell zur Abhängigkeit führen.

Es gibt aber auch einige sehr wirkungsvolle pflanzliche Mittel, um Schlafstörungen in den Griff zu bekommen. Sie machen nicht abhängig und haben oft eine bessere Wirkung weil sie die REM-Schlafphase (Rapid Eye Movement) ermöglichen, in der wir träumen und die darum sehr wichtig für einen erholsamen Schlaf ist.

Das wohl bekannteste Schlafmittel aus der Natur ist Baldrian. In geringen Dosen eingenommen wirkt Baldrian gegen Nervosität und fördert die Konzentration. Hoch dosiert können die in der Baldrianwurzel enthaltenen Lignane das körpereigene Adenosin ersetzen, wodurch die Müdigkeit hervorgerufen wird. Am besten eignen sich dabei entsprechend dosierte Dragees, die rezeptfrei erhältlich sind.

Erschweren Unruhe und Nervosität das Einschlafen, kann Lavendel helfen. Einige Tropfen Lavendelöl in einer Duftlampe wirken beruhigend und entspannend. Noch wirkungsvoller bei Einschlafproblemen ist ein Lavendeltee.

Ebenfalls sehr beruhigend wirkt die Melisse, die in verschiedenen pflanzlichen Präparaten enthalten ist, oder aber als Melissengeist eingenommen werden kann. Melisse findet man in vielen Küchen. Die Blätter haben einen sehr angenehmen Geschmack und werden häufig zum Verfeinern von Speisen verwendet. Einen beruhigenden Tee erhält man, indem man pro Tasse einen Esslöffel der Blätter mit kochendem Wasser übergießt und fünf Minuten ziehen lässt.

Letztmalig bearbeitet am: 22. April 2009